Continuous Ink-Jet Printer

Druck ganz ohne Kontakt

Berührungslose Kennzeichnungen

Ink-Jet oder Tintenstrahldrucker werden mit unterschiedlicher Technik angeboten, je nach Technik werden sie für Kleinschrift- oder Großschrift-Kennzeichnung genutzt. Das Continuous Ink-Jet Verfahren wird hauptsächlich in der Industrie eingesetzt, der DOD- oder Drop on Demand Drucker kann als, Piezo-, Druck-Ventil- oder Bubble-Jet Drucker ausgeführt werden.

Continuous-Ink-Jet Verfahren

Beim Continuous Ink-Jet Verfahren werden die gedruckten Zeichen aus einzelnen Tintentropfen zusammengesetzt. Dabei wird die Vorschubbewegung des Produktes ausgenutzt, um die Zahlen bzw. Buchstaben nacheinander auf das Produkt aufzuspritzen. Das geschieht berührungslos; ohne Kontakt mit Produkt. Diese Art der Kennzeichnung wird heute am Markt am häufigsten zum Aufbringen von Mindest-Haltbarkeits-Daten genutzt, wie sie auf Joghurtbechern oder Getränkeflaschen vorzufinden sind.

Zerfall in einzelne Tropfen

Der Tintenstrahl tritt über eine Düse aus dem Druckkopf aus und wird über einen piezoelektrischen Wandler, der sich hinter der Düse befindet. Es wird ein Ultraschallsignal mit feststehender Frequenz erzeugt, der den Tintenstrahl zerteilt. Je nach Spannung wird der Tintenstrahl von einem welligen ungeteilten Strom zu abreißenden Tintentropfen und schließlich ergibt sich ein gleichmäßiger Zerfall in einzelne Tropfen.

Verwertung ungenutzter Tinte

Nachdem der Tintentropfen den Ladungstunnel verlassen hat, läuft jeder Tintentropfen unter einer Ablenkplatte hindurch. Die positiv aufgeladene Ablenkplatte zieht den negativ geladenen Tintentropfen an und lenkt ihn damit aus seinem ursprünglichen Weg ab. Der Grad der Ablenkung hängt von der Höhe der negativen Ladung auf dem Tintentropfen ab: Je höher die Ladung, desto größer die Ablenkung. Ungeladene Tropfen setzten ihre gerade Flugbahn zum Tintenrücklaufblock fort und werden zum Tintenmodul zurückgeführt und damit wieder verwertet.

Vom Tropfen zur Schrift

Zeichenfonts werden aus einer Matrix aus senkrechten Strichen von Tintentropfen zusammengesetzt. Zum Beispiel bilden fünf senkrechte Striche in einer Höhe von je bis zu sieben Tropfen ein Zeichen in einem Font mit der Matrix 5 x 7. Die Höhe der Ladung auf einem Tintentropfen bestimmt seine Lage im senkrechten Strich. Mit der Bewegung der Druckfläche sorgt der Drucker für die horizontale Ausrichtung der Striche, dies wird mit automatisch, zeitlich gesteuert.

Drop on Demand

Bei der Drop on Demand Technik wird kein Tintenstrahl produziert, sondern nur jeweils der Tropfen, der für den Druck benötigt wird.Im Bubble-Jet Verfahren wird Tinte auf Wasserbasis genutzt. Das Wasser wird erhitzt bis Blasen entstehen, dabei wird die Tinte in einer winzigen Dampfblase durch die Düse gepresst. Die Technik der Piezo-Drucker erzeugt eine elektrische Spannung bei der sich die Piezokristallen verformen und so Drucktinte durch eine feine Düse pressen. Das Tropfenvolumen wird über einen elektrischen Impuls gesteuert.

Druck-Ventil-Drucker werden nur industriell eingesetzt. Die in den Düsen integrierten Ventile öffnen sich nur, wenn Tropfen die Düse verlassen sollen.

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